Press Release Award Ceremony 2017

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Award ceremony 2017

20 Jahre >>venture>>: Nebenwirkungsfreie Diagnosen für Brustkrebspatientinnen, schnellere Logistik für Onlineshops und Nanosatelliten für das Internet der Dinge an der >>venture>> 2017 Preisverleihung

Zürich, 13.6.2017 – >>venture>>, der bedeutendste Start-up-Wettbewerb der Schweiz, prämiert am 19. Juni die diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner und feiert sein 20 jähriges Bestehen. Während der Preisverleihung hält der Ehrengast Bundesrat Johann Schneider-Ammann ein Referat zum Thema Unternehmertum und Innovation. In dieser >>venture>> Ausgabe nahmen 325 Personen in 203 Teams teil: 95 reichten ihre Geschäftsideen und 108 ihre Geschäftspläne ein. Die Top-Teams haben sich mit Themen aus den Bereichen Medizintechnik, Biotechnologie, Pharmakologie, Luft-/Raumfahrt, Geologie und Informationstechnologie auseinandergesetzt. Für das Jahr 2017 hat >>venture>> neben den bestehenden Partnerschaften mit dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) und Tamedia neu Radio Télévision Suisse (RTS) als Medienpartner gewinnen können. Das Fernsehpublikum und die breite Öffentlichkeit haben zudem die Möglichkeit vom bis zum 16. Juni für ihr Favoritenteam unter den 5 bestplatzierten Geschäftsideen zu stimmen. Das Team mit den meisten Stimmen erhält den SRF/RTS Publikumspreis und  damit zusätzliche 10'000 CHF.

Bei der Preisverleihung von >>venture>> geht es um weit mehr als das Preisgeld von insgesamt 170'000 CHF: „Seit 20 Jahren verbessern wir die Erfolgschancen von angehenden Unternehmern durch die Vermittlung von Wissen, Coaching und die Erweiterung ihres Netzwerkes“, erklärt Dr. Thomas Knecht, ehemaliger Direktor von McKinsey & Company Schweiz und Gründer des Wettbewerbs. „Am Tag der Preisverleihung erhalten alle Teilnehmer zudem die Möglichkeit, Investoren in 1:1-Meetings kennenzulernen, und die besten Teams präsentieren sich vor interessierten Investorengruppen. Dieses Jahr verleihen wir erstmals in der Geschichte von >>venture>> den SRF/RTS Publikumspreis. Dieser sorgt für noch mehr Öffentlichkeit für unsere Start-ups; das Fernsehpublikum und die breite Öffentlichkeit können ihren Favoriten unter den besten 5 Geschäftsideen auswählen", ergänzt er.

Ein Blick auf die Teilnehmenden und die Gewinnerteams der aktuellen >>venture>>-Ausgabe zeigt,  wie vielfältig die Schweizer Start-up-Szene ist: Die Innovationen kommen aus allen Landesteilen und die Teams sind international aufgestellt. Die Teilnehmenden stammen aus den Fachhochschulen (12%), aus den Universitäten (22%), aus den Eidgenössischen Technischen Hochschulen (38%) einige haben auch keinen akademischen Hintergrund (5%).

Für die kommende Preisverleihung hat eine Jury, bestehend aus Unternehmenden, Investorinnen und Investoren, Industrie- und Hochschulvertreterinnen und -vertretern, für die Kategorien Geschäftsidee und Geschäftsplan je die Auswahl der Top 5, Top 10 und Top 25 getroffen. "Die Qualität der besten Projekte ist sehr hoch," erläutert Dr. Thomas Knecht "die besten Teams aus den vielen guten Projekten auszuwählen ist für die Juroren eine grosse Herausforderung". Die Rangfolge der fünf bestplatzierten Geschäftsideen und Geschäftsplänen legen Vertreterinnen und Vertreter führender Schweizer Unternehmen fest. Dies geschieht während dem Tag der Preisverleihung am 19. Juni an der ETH Zürich.

Die Jury hat je die folgenden Top 5 und Top 10 der Geschäftsideen und der Geschäftspläne von >>venture>> 2017 auserkoren:


Top 5 Geschäftspläne (in alphabetischer Reihenfolge)

Astrocast (EPFL, Lausanne)
Astrocast baut mit technischer Unterstützung der ESA (European Space Agency) ein Netzwerk aus Nanosateliten auf. Das Netzwerk ermöglicht Maschine zu Maschine (M2M) Kommunikation und Anwendungen im Bereich Internet der Dinge (IoT, z.B. Monitoring, Wartung und Geodaten) auch in entlegenen und wenig besiedelten Gebieten.
 
Haelixa (ETH Zürich)
Viele Industriezweige verwenden Tracer (Markierungsstoffe) - Stoffe, mit denen Produkte oder Flüssigkeiten jeglicher Art wie mit einer Art eindeutigem "Fingerabdruck" gekennzeichnet werden können. Insbesondere die Erdölindustrie setzt diese Markierungsstoffe bei Bohrungen ein, um damit Informationen über die angebohrten Gesteinsschichten zu gewinnen. Viele dieser Tracer sind allerdings toxisch oder radioaktiv. Haelixa vertreibt eine neue Generation von Tracern; sie basieren auf DNA, sind vielfältig einsetzbar und umweltfreundlich.
 
Lumigbo (ETH Zürich/EPFL, Lausanne)
Das Problem bestehender Implantatlösungen ist, dass sich der Aushärtungsprozess des Füllmaterials nicht kontrollieren lässt. Lumigbo hat ein Material entwickelt, das sich mittels Licht härten lässt. Durch den Einsatz des Materials lassen sich Implantate (z.B. bei zahnmedizinischen Eingriffen) direkt im Körper Schritt für Schritt aufbauen und aushärten.
 
Rainbow Biosystems (Eawag, Zürich)
Rainbow Biosystems entwickelt ein auf Fischzellen basierendes Biosensoren-System, welches Toxizität im Wasser bestimmen kann. Das System ist hochautomatisiert, effektiv, einfach in der Anwendung und kann zum Monitoring der Trinkwasserversorgung eingesetzt werden.
 
Vibwife (Switzerland Innovation Park, Biel/Bienne)
Die richtigen Bewegungen und eine korrekte Körperpositionierung haben während der Geburt einen signifikanten Einfluss auf deren Verlauf (sie verkürzen beispielsweise die Geburtzeiten und senken die Notwendigkeit eines Kaiserschnittes). Hebammen nehmen die dafür benötigten Neupositionierungen und Bewegungen selten vor, da sie aufwändig sind und Zeit beanspruchen. Vibwife begegnet diesem Problem: Das Team hat eine Mobilisierungsmatratze entwickelt, die automatisch repositioniert.


Top 6-10 Geschäftspläne (in alphabetischer Reihenfolge)

Cellphmed (EPFL, Lausanne)
Cellphmed analysiert die uncodierenden Teile des menschlichen Genoms, um neue Biomarker (z.B. für Krebserkrankungen) zu finden und so personalisierte Therapiemöglichkeiten weiter voranzutreiben.
 
MyoSuisse (ETH Zürich)
MyoSuisse hat den Myosuit entwickelt, ein textilbasiertes Exoskeleton, das Patienten  mit Muskelschwäche kontinuierlich bei ihren Alltagsaktivitäten unterstützt.

Nagi Bioscience (EPFL, Lausanne)
Nagi Bioscience entwickelt eine Organism-on-Chip-Technologie, die es ermöglichen soll in vivo Testresultate zu liefern - unter kostengünstigeren in vitro Bedingungen.
 
Vigiltech (ETH Zürich & UZH, Zürich)
Vigiltech entwickelt ein Produkt, das es ermöglicht den Herzschlag, die Körpertemperatur und die Atmung von kleinen Tieren in Tierversuchen aufzuzeichnen.
 
Yamo (HSLU/ZHAW/UZH, Luzern/Zürich)
Yamo nutzt Hochdrucktechnologie, um Babynahrung ohne Konservierungsmittel haltbar zu machen.

 


Top 5 Geschäftsideen (in alphabetischer Reihenfolge)

Komp-Act (EPFL, Lausanne)
Komp-ACT entwickelt leichte und innovative elektrische (anstelle von hydraulischen) Stellantriebe (Aktuatoren) für den Luft- und Raumfahrtmarkt. Die leichtere Bauweise und verbesserte Effizienz hilft den Flugzeugherstellern dabei, die Umweltbelastung durch Flugzeuge zu reduzieren.
 
PeakProfiling (Zürich/Berlin, ohne Hochschulangabe)
Die Diagnose von Depressionen ist stark vom behandelnden Arzt abhängig und geschieht häufig zu einem relativ späten Zeitpunkt. PeakProfiling bietet einen Algorithmus, der die Diagnose von Depressionen anhand von Stimmmustern ermöglicht.
 
ReflectUS (ETH Zürich)
Die Brustkrebsdiagnostik bedeutet meist eine beträchtliche Belastung für die Patientinnen: Mammographie setzt sie Röntgenstrahlung aus, und das Zusammendrücken der Brust während der Untersuchung ist meist schmerzhaft. ReflectUS entwickelt ein Untersuchungsgerät, das auf Ultraschalltechnologie basiert. Es erlaubt die strahlenfreie Diagnose und ermöglicht eine angenehmere Untersuchung.
 
Struckd (ZhdK, Zürich)
Struckd schliesst die Lücke zwischen den beiden Trends Gamification (z.B. für Werbeinhalte) und nutzergenerierten Spieleinhalten. Computerspieler können auf der Struckd-Plattform Spiele des jeweiligen Werbeanbieters (z.B. Automobilhersteller) nach dem Legokastenprinzip aufbauen, teilen und spielen.
 
TWIICE (EPFL, Lausanne)
TWIICE entwickelt ein modulares Exoskelett, das es Paraplegikern ermöglicht, die Unabhängigkeit in ihren täglichen Aktivitäten wiedererlangen. Patienten können mit dem Exoskelett wieder stehen, gehen und treppensteigen. Im Gegensatz zu den bestehenen Exoskelett-Lösungen lässt sich das modular aufgebaute Exoskelett von TWIICE spezifisch an die Bedürfnisse der Patienten anpassen.

 


Top 6-10 Geschäftsideen (in alphabetischer Reihenfolge, die Plätze 10 und 11 erhielten von der Jury die gleiche Bewertung)

Broke'n'roll (EPFL, Lausanne)
Broke'n'roll hat eine neuartige Krücke entwickelt, die zusätzlich mit Rädern ausgestattet ist. Die Krücke kann auch als herkömmliche Krücke genutzt werden.
 
LuckaBox (IMD, Lausanne)
Luckabox hat einen Algorithmus entwickelt, der Kapazitäten unterschiedlicher lokaler Logistikanbieter (z.B Velokuriere) analysiert und Onlineshops so eine möglichst schnelle und kostengünstige Auslieferung der Produkte ermöglicht.
 
Olive Harvesting Robot (ZHAW, Zürich)
Olive Harvesting Robot hat PROlivumUno entwickelt, einen Olivenernte-Roboter, der die Erntekosten um bis zu 60% senkt und so auch kleinere Olivenölproduzenten wieder wettbewerbsfähig macht.
 
Project Rosie (ETH Zürich)
Rosie ist eine Wissenschafts-Entdeckungs-App für Kinder ab 8 Jahren. Die App nutzt die Sensoren von Smartphones, um möglichst faszinierende und lebensechte Erlebnisse zu schaffen, welche die Kinder für die Wissenschaft begeistern sollen.
 
Prolongate (ETH Zürich)
Prolongate hat eine Technologie entwickelt, welche es ermöglicht, proteinbasierte Medikamente länger in der Blutbahn zu halten. Dadurch sind Injektionen seltener erforderlich.
 
Swissloop (ETH Zürich)
Das Swissloop Team baut einen auf Magnetschwebetechnik basierenden Hyperlooprototypen, welcher Passagiere in Nahvakuumröhren mit Geschwindigkeiten bis zu 1200 km/h befördert.